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Klinikum Main-Spessart
12.05.2017 | Marktheidenfeld

Umweltmedizin – ein Fachbereich in der Krankenpflegeausbildung, der immer größere Bedeutung hat. Das Land Bayern hat im letzten Sommer beschlossen, dass bis 2028 eine neue Universitätsklinik in Augsburg sich mit diesem Themenbereich besonders befassen soll.

Was kann man sich darunter vorstellen? Überprüft und analysiert wird dabei, welche Umwelteinflüsse die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen und ob irgendwelche Umwelteinflüsse schuld an der Erkrankung von Patienten ist. Für die Medizin ein neues Feld und auch die Pflege muss sich darauf einstellen.

Im Unterricht in der Pflegeausbildung an der Berufsfachschule für Krankenpflege des Klinikums Main-Spessart in Marktheidenfeld werden alle eventuellen Einflussfaktoren beleuchtet. Unter anderem werden die Themen fossile Energien, erneuerbare Energien, Smog, Elektrosmog, Luftverunreinigung und vieles mehr bearbeitet. Eine große Rolle in der Umweltmedizin spielen auch die Themen Trinkwasser und Abwasser. „Man macht sich viel zu wenig Gedanken darum, wo das ganze Wasser herkommt“, sagt Werner Bausewein, Wassermeister im Wasserwerk Marktheidenfeld. Bei ihm lernten die Auszubildenden bei der Besichtigung der Wasserversorgung in Zimmern, welche Inhaltsstoffe für gesundes Trinkwasser geregelt sind und wie man das viel benötigte Trinkwasser für die Bevölkerung bereitstellen kann.  

Beim anschließenden Besuch der Kläranlage lernten die Auszubildenden von Betriebsleiter Wolfgang Stieber, wie das ankommende Schmutzwasser aus Haushalten und Industrie gereinigt wird und dass gerade Medikamentenbestandteile nicht einfach aus dem Klärwasser zu entfernen sind.

Vom Bayerischen Ministerium für Gesundheit und Pflege hatten die Krankenpflegeschüler vorab erfahren, dass in Gewässer, in die Klärwasser eingeleitet wird, besonders Schmerzmittel ein großes Problem darstellen.

Für die Auszubildenden in der Krankenpflege waren diese beiden Exkursionen sehr lehrreich. Sie werden darauf hin arbeiten, dass man bei der Nutzung von Ressourcen zum Wohle der Gesundheit der Menschen sich mehr Gedanken macht.

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