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Klinikum Main-Spessart
19.11.2021 | Marktheidenfeld

In der vhs Marktheidenfeld sprach Dr. med. André Ragheb zur Bauchspeicheldrüse. Der anerkannte Spezialist informierte zu den Funktionen des Organs sowie zu typischen Krankheitsbildern und deren Behandlung. Im Anschluss stand der Chefarzt den Teilnehmenden für ihre Fragen zur Verfügung.

Auch mehr als 20 Minuten nach Ende seines Vortrags stand Chefarzt Dr. med. André Ragheb den Gästen in Raum 3.1 des alten Rathauses in Marktheidenfeld für deren Fragen zur Verfügung: „Mir machen solche Termine großen Spaß und ich halte sie auch für sehr wichtig. Einerseits, weil es mir und meinen Kolleginnen und Kollegen ganz allgemein ein Anliegen ist, die Menschen in der Region über wichtige medizinische Themen zu informieren. Andererseits gibt uns das aber auch die Möglichkeit aufzuzeigen, welche innovativen Möglichkeiten unser Klinikum inzwischen bei der Behandlung von Erkrankungen bietet.“

Diabetes als Volkserkrankung der Bauchspeicheldrüse

Für die knapp 30 Gäste, die unter strenger Einhaltung der geltenden Coronabestimmungen in der vhs in Marktheidenfeld Platz genommen hatten, bestand bereits während Raghebs knapp einstündigem Vortrag zu jeder Zeit Gelegenheit, Fragen zu stellen. Nach allgemeinen Ausführungen zur Bauchspeicheldrüse und ihren verschiedenen Funktionen sprach der Chefarzt zunächst über Diabetes, die Zuckerkrankheit, ihre verschiedenen Typen und deren spezifische Ursachen und Symptome.

Mehr als 7 Prozent der Deutschen im Alter zwischen 18 bis 79 Jahren wissen laut Bundesgesundheitsministerium, dass sie unter Diabetes leiden. Die überwiegende Mehrheit von ihnen ist von Typ-2-Diabetes, dem sogenannten „Altersdiabetes“, betroffen. In seinem Klinikalltag trifft Ragheb jedoch häufig auch auf Fälle, in denen Patienten nicht um ihre Zuckererkrankung wissen. Der 46-Jährige nannte Risikofaktoren, wie etwa Übergewicht, und erläuterte unter anderem, dass versucht werde, so lange wie möglich auf das Spritzen des Hormons Insulin zu verzichten und stattdessen auf einen entsprechenden Lebenswandel und Tabletten zu setzen. „Die Erfahrung zeigt, dass das häufig sehr lange gut funktionieren kann.“

„Denken Sie daran: Das Glas ist halb voll.“

Ragheb sprach auch über die äußerst schmerzhafte Bauchspeicheldrüsenentzündung, die sich durch die richtige Behandlung jedoch meist schonend und in kurzer Zeit erfolgreich behandeln lässt. Außerdem ging er auf den Bauchspeicheldrüsenkrebs ein, der leider in den zurückliegenden Jahren deutlich in Häufigkeit zugenommen hat, was vor allem mit der steigenden Lebenserwartung zusammenhängt. Denn diese Krebsart gilt als klassische Krankheit des Alters.

Ragheb ermutigte seine Zuhörer generell dazu, sich regelmäßig untersuchen und gerade bei Beschwerden von einem Experten in Augenschein nehmen zu lassen. Allen Ausführungen über teilweise schwerwiegende Krankheitsbilder zum Trotz war ihm am Ende seines Vortrags vor allem eine Botschaft wichtig: „Ich hoffe, ich konnte ein Verständnis schaffen und Sie über Risiken und die richtige Vorsorge aufklären, aber ich möchte Ihnen keinesfalls Angst machen – im Gegenteil. Das Glas ist halb voll, denn in den allermeisten Fällen rühren die Beschwerden von einem relativ harmlosen Problem her, das sich gut therapieren lässt. Bei uns am Klinikum Main-Spessart sind Sie dafür jedenfalls in sehr guten Händen“, sagte Ragheb und versprach bereits in Zukunft wieder für Vorträge zur Verfügung zu stehen.

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