Aktuell
Mit Examen und Zuversicht in die Zukunft
31 Absolventinnen und Absolventen des Bildungszentrums für Pflegeberufe feiern ihren Abschluss in Marktheidenfeld – viele bleiben der Region erhalten
Im Hotel „Zur schönen Aussicht“ in Marktheidenfeld hat das Bildungszentrum für Pflegeberufe des Klinikums Main-Spessart am 6. August seine Examensjahrgänge 2026 verabschiedet. Bei der Feierstunde unter dem Motto „Der Anfang ist geschafft – die Zukunft gehört euch“ erhielten die erfolgreichen Auszubildenden ihre Abschlusszeugnisse.
Der Abschlussjahrgang 2026 umfasst 20 Pflegefachhelferinnen und Pflegefachhelfer sowie 11 Absolventinnen und Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung. 13 der Pflegefachhelferinnen und Pflegefachhelfer und neun der Pflegefachkräfte wurden am Klinikum Main-Spessart ausgebildet. Besonders erfreulich: Alle neun Pflegefachhelferinnen und Pflegefachhelfer des Klinikums setzen ihre Ausbildung direkt in der generalistischen Pflege fort. Zwei weitere Absolventinnen und Absolventen anderer Einrichtungen schließen sich diesem Ausbildungsweg an. Aus Sicht der Schule ist es überaus erfreulich, dass junge Menschen der Pflege im Landkreis treu bleiben.
Landrat Christoph Vogel erinnerte in seiner Ansprache daran, dass der Pflegeberuf weit mehr verlange als fachliches Wissen. „Pflege braucht Menschlichkeit", sagte er. Er verwies auf den gesellschaftlichen Wandel, der die Ausbildung der Absolventinnen und Absolventen so bedeutsam mache: Die Gesellschaft werde älter und der Pflegebedarf steige, während zugleich immer mehr Frauen berufstätig seien. Die familiäre Pflege, die früher oft von ihnen übernommen worden sei, könne deshalb nicht mehr im bisherigen Umfang geleistet werden – professionelle Pflege gewinne dadurch weiter an Bedeutung. Seinen Dank richtete er an das Bildungszentrum, die Pflegeeinrichtungen und Sozialstationen sowie an Lehrkräfte und Praxisanleitende.
Schulleiterin Monika Vogel-Roos griff das Motto des Abends auf und richtete den Blick nach vorn: „Der Anfang ist geschafft – die Zukunft gehört euch.“ Die Absolventinnen und Absolventen könnten stolz auf ihre Leistungen sein und sollten die Chancen nutzen, die ihnen der Beruf eröffne.
Die Pflegedirektorin des Klinikums, Carmen Passe, betonte die Entwicklungsmöglichkeiten in der Pflege. „Die Pflege entwickelt sich stetig weiter“, sagte sie. „Nutzen Sie die Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten – in unterschiedlichen Fachbereichen ebenso wie in Weiterbildung, Pädagogik oder später auch in leitenden Aufgaben. Entscheidend ist, dass Sie neugierig bleiben und sich fachlich wie persönlich weiterentwickeln.“
Ein besonderer Moment der Feier galt Lehrerin Petra Schlereth, die in den Ruhestand verabschiedet wurde. Seit der Eröffnung des Bildungszentrums im Jahr 1989 gehörte sie zum Team und prägte die Pflegeausbildung in Main-Spessart über Jahrzehnte hinweg.
Ein Dankeschön richtete Schulleiterin Vogel-Roos an die Dr. Heinrich und Christine Renkl-Stiftung, die das Bildungszentrum seit vielen Jahren finanziell unterstützt. Zum Beispiel beim Projekt „Praktikum Spezial“: Drei Wochen lang sammeln Auszubildende dabei Erfahrungen in renommierten Großkliniken und erleben hautnah, was es bedeutet, Medizin auf höchstem Niveau zu praktizieren.
Bei der Feier überreichte der Förderverein für das Klinikum Main-Spessart e.V. Fördergelder an die Prüfungsbesten. In der generalistischen Pflegeausbildung wurden Giada Guercio (Note 1,74), Eva-Maria Staudigl (1,83) und Liam Rützel (2,00) ausgezeichnet. Bei den Pflegefachhelfern erhielten Melissa Weimann (1,8) sowie Leonie Fuchs und Milena Zambon (jeweils 2,4) eine Ehrung für ihre Leistungen.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Joachim Heldt, fasste den Kern des Berufs in einem Satz zusammen: „Der wichtigste Mensch ist immer der, der gerade vor Ihnen liegt.“
Mit dem Examen endet für die jungen Pflegekräfte ein Ausbildungsabschnitt. Für viele beginnt nun der Berufsalltag in Kliniken, Senioreneinrichtungen oder ambulanten Diensten – für einige zugleich die nächste Etappe ihrer Ausbildung.