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Internationale Auszubildende am Kreisseniorenzentrum Gemünden

Kreisseniorenzentrum
01.09.2016 | Gemünden

In diesem Jahr beginnen vier Auszubildende aus 3 verschiedenen Ländern ihre Ausbildung

Zum 1. September haben im Kreisseniorenzentrum Gemünden vier Auszubildende den Weg ins Berufsleben gestartet. Sie absolvieren die 3-jährige Ausbildung zum/zur examinierten Altenpfleger/-in. Der praktische Teil findet im Kreisseniorenzentrum in Gemünden statt, der theoretische Teil im kreiseigenen Bildungszentrum für Pflegeberufe in Marktheidenfeld. Das Besondere in diesem Jahr – die vier Auszubildenden kommen aus drei verschiedenen Ländern der Erde. Frau Svetlana Cherkashina (52 Jahre) aus Russland, Frau Jalali Indu (46 Jahre) aus Indien, Frau Koul Ranjana (43 Jahre) aus Indien und Herr Halloway M. Abduljawad (49 Jahre) aus Syrien. Die Pflegedienstleitung Margit Laracuente erläuterte, dass es in diesem Jahr etwas ganz Besonderes sei. Sie habe erstmals keine Bewerbung aus Deutschland erhalten, dafür aber gleich vier sehr gute Bewerbungen aus dem internationalen Ausland. Dabei sind die Lebensläufe, Beweggründe und Geschichten der vier Bewerber sehr unterschiedlich.

Svetlana lebt bereits seit 1994 in Deutschland. In Russland machte sie ihr Diplom für Sport und Krankengymnastik. In Deutschland arbeitete sie bereits in einem Seniorenheim in der Küche und im Service. Dort lernte sie die Arbeit mit den Senioren lieben. Die Anerkennung, Herzlichkeit und Dankbarkeit, die ihr die Senioren entgegenbringen, mache sie glücklich. Daher entschied sie sich für die Ausbildung.

Jalali Indu machte in Indien ihren Master in Betriebswirtschaft und arbeitete 16 Jahre im Bereich Marketing. 2008 kam sie mit ihrem Mann nach Lohr, da er bei Bosch Rexroth tätig ist. Die letzten 3 Jahre arbeitete sie ehrenamtlich in einem Seniorenheim in Lohr. Für sie bedeutet die Arbeit mit alten Menschen sehr viel. In Indien gibt es keine Seniorenheime. Wie auch bei ihrer Familie, lebten dort alle von jung bis alt zusammen und unterstützen sich so gegenseitig. Sie kenne daher die Arbeit aus eigener Erfahrung und möchte nun eine fundierte Altenpflegeausbildung beginnen.

Koul ist die Schwester von Jalali. Sie arbeitete in Indien als Hautärztin beim Roten Kreuz. Sie besuchte bereits 2008 ihre Schwester in Deutschland und fand schnell Gefallen an der Region. Auch die Ausbildung zur Altenpflegerin empfand sie als sehr spannend, da es diese spezialisierte Ausbildung in Indien nicht gibt. Also bewarb sie sich beim Kreisseniorenzentrum Gemünden. Erst mit der Zusage zog sie von Indien nach Main-Spessart.

Eine ganz andere Geschichte schildert Halloway. Der Syrer kam mit seiner Familie vor zwei Jahren nach Deutschland. In seiner Heimat war der Familienvater 20 Jahre Marketing Manager für Medizin. Er lebt in Gemünden und machte bereits ein Praktikum im Seniorenzentrum. Er war sofort begeistert, sodass er sich für die Ausbildung entschied.

Das Kreisseniorenzentrum sieht keinerlei Probleme in dem internationalen Auszubildendenteam - vielmehr hat man die damit verbundenen Chancen erkannt. Halloway beweist dies. Die Senioren kennen ihn bereits von seinem Praktikum und haben ihn alle freudestrahlend an seinem ersten Ausbildungstag wiedererkannt und begrüßt. Im Gegenteil, die Einrichtungsleitung Edith Sachs sieht es als spannende Herausforderung und möchte das Thema aktiv angehen, indem sie Gesprächsrunden nutzen und die Auszubildenden den Senioren aus ihren unterschiedlichen Herkunftsländern berichten. Pflegedienstleitung Margit Laracuente kann sich sehr gut in die Auszubildenden hinein versetzen. Sie selbst war vor vielen Jahren im Ausland und war froh, dass es Leute gab, die sie unterstützten und ihr bei der Integration behilflich waren. Ziel ist es damit für sie, auch den Menschen die Angst zu nehmen und mehr Offenheit zu transportieren.

 

von links: Svetlana Cherkashina (Russland), Edith Sachs (Einrichtungsleitung), Jalali Indu (Indien), Halloway M. Abduljawad (Syrien), Margit Laracuente (Pflegedienstleitung) und Koul Ranjana (Indien)

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