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Altenpflege - Ein Beruf mit Zukunft

Klinikum Main-Spessart
08.08.2016 | Marktheidenfeld

Durch eine Kooperation des Bildungszentrums des Klinikums Main-Spessart in Marktheidenfeld und der Hamburger Fern-Hochschule kann nun parallel zur Ausbildung zum Altenpfleger das Bachelor-Studium Health Care Studies absolviert werden.

Marktheidenfeld. Es war schon immer ihr Traumberuf. Schon als kleines Kind hat sie sich gewünscht, später einmal mit Senioren zu arbeiten. Ihre Mutter ist Altenpflegerin, hat sie früher oft auf die Arbeit mitgenommen, sie in das Leben der Senioren mit eingebunden. Mit 14 stand fest, auch sie möchte Altenpflegerin werden.

Heute ist Claudia Junge 24. Vor knapp vier Jahren hat sie ihre Ausbildung zur Altenpflegerin begonnen, doch schnell kam der Wunsch nach mehr. Sie möchte gerne Karriere machen, Pflegedirektorin werden oder einmal selbst ein Heim leiten. Die Aufstiegschancen im Bereich der Pflege sind vielfältig. Da kam es wie gerufen, dass die HFH – Die Hamburger Fern-Hochschule eine Infoveranstaltung an ihrer früheren Schule hielt. Dort wurde das System des Dualen Studiums vorgestellt: Ein interdisziplinäres Studienprogramm, das sich an Auszubildende der Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie sowie der Pflege richtet. Parallel zur Ausbildung läuft das Bachelor-Studium, die angehenden „Praktiker“ qualifizieren sich gleich doppelt für die Zukunft – mit dem Berufsexamen und dem akademischen Bachelor of Science (B.Sc.). Dadurch eröffnen sich vielseitige und gute Karrierechancen in diesem spannenden zukunftsweisenden Berufsfeld.

Für Claudia Junge war sofort klar: “Das möchte ich machen!“ Der Ausblick auf die Verbindung Traumberuf und Karriere weckte das Interesse. Bei der Suche nach einer geeigneten Schule, wandte sie sich mit Ihrem Wunsch des Dualen Studiums an das Bildungszentrum für Pflegeberufe in Marktheidenfeld. Die Altenpflegeschule wurde ihr empfohlen, der Ruf der fachlichen Qualität und des positiven Schulklimas eilt dem Bildungszentrum in Marktheidenfeld voraus. Hier unterrichten die Lehrkräfte in kleinen Klassen, mit aktuellen Lernmethoden und unter Nutzung moderner multimedialer Ausstattung.

Die Situation war auch für die Schulleitung neu, bisher hat keiner der hier ausgebildeten Schüler den großen Schritt zum parallelen Studium gewagt, doch war Schulleiter Friedbert Rüb schnell bereit, Claudia Junge während Ihrer Ausbildungszeit am Bildungszentrum aufzunehmen und sie gleichzeitig bei ihrem Studium zu unterstützen.

Seither stellt sich Claudia Junge einer Dreifachbelastung. Ausbildung, Schule, Studium, das möchte erst einmal alles unter einen Hut gebracht werden. „Anfangs war es nicht leicht, doch nach und nach habe ich gelernt, mich zu organisieren. Ohne Zeitplan und einen großen Kalender ging allerdings nichts“, erzählt Junge. Auch die Begleitung durch den Schulleiter Friebert Rüb und ihre Dozentin Daniela Hünlein am Bildungszentrum in Marktheidenfeld trägt zum Lernerfolg bei. Hier wird motiviert, angeleitet und Stoff wenn nötig noch einmal wiederholt. Ganz individuell, denn der Erfolg der Auszubildenden liegt den Lehrkräften sehr am Herzen. Die Lehrer verstehen sich als Lernbegleiter und fördern die Schüler während der Ausbildung ganz individuell vom ersten bis zum letzten Tag.

Die dreijährige staatliche Ausbildung zum Altenpfleger gliedert sich in zwei Bereiche auf. Den praktischen Teil, der zum Beispiel in einem der Kreisseniorenzentren des Klinikums Main-Spessart abgeleistet werden kann und dem theoretischen Teil, wie er am Bildungszentrum in Marktheidenfeld unterrichtet wird.

Ziel der Berufsfachschule für Altenpflege ist es, die Schüler zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Pflege einschließlich der Beratung, Begleitung und Betreuung älterer Menschen auszubilden. Dazu vermitteln die Lehrer die notwendigen sozialen

Kompetenzen, fördern kritisches und selbstreflektierendes Denken, selbstbewusstes Handeln und die Problemlösung allein oder im Team.

Die Studieninhalte des zusätzlichen Studiums an der FHF wie Pflegediagnosen, Krisen-/Konfliktbewältigung, Forschungsarbeiten, vor allem aber auch die medizinischen Schwerpunkte vertiefen und ergänzen den Stoff der schulischen und praktischen Ausbildung.

Claudia Junge wird oft gefragt, was ihr an der Arbeit im Seniorenheim so gut gefällt. „Die Vorstellungen über den Alltag eines Altenpflegers sind oft sehr verstaubt, dabei handelt es sich hier um eine wirklich vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit“, erklärt sie. „Im Gegensatz zu der Arbeit mit Kindern bringt man den Menschen nicht erst neue Dinge im Leben bei. Im Gegenteil, man beschäftigt sich viel mit der Vergangenheit, mit dem Leben des Bewohners. Gerade diese Biographiearbeit reizt mich sehr. Und es ist die Dankbarkeit der älteren Menschen. Meine Arbeit wird wertgeschätzt, das gibt mir sehr viel und so weiß ich genau, das was ich mache, ist das Richtige.“

Ihr Examen als staatlich geprüfte Altenpflegerin hat sie nun in der Tasche, wurde sogar ausgezeichnet für besonders gute Leistungen. Jetzt fehlen nur noch die letzten zwei Semester des Studiums, bis sie endlich richtig in das Berufsleben starten kann. Eine Stelle in der Leitungsebene nach ihrem Studienabschluss wurde ihr bereits fest zugesagt.

Ob es sich gelohnt hat? Darauf hat Junge eine klare Antwort: „Ja! Es war nicht immer einfach, aber es lohnt sich. Wer gerne lernt, sehr strukturiert und motiviert ist und den Wunsch nach einer steilen Karriere im Pflegebereich hat, wird diesen Schritt auf keinen Fall bereuen!“

Und die Mama? „Die ist sehr stolz auf das, was ich bis jetzt geleistet habe.“

Weitere Informationen unter www.klinikum-msp.de/bildungszentrum/altenpflegeschule oder www.hamburger-fh.de/studiengaenge/studiengang/health-care-studies

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