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Die Zeit danach

Die Zwänge eines an immer knapperen Mitteln orientieren Gesundheitswesens zwingen in vielen Teildisziplinen der Medizin zu einem straffen Behandlungsverlauf. Bei fast allen bekannten Krankheiten gibt es schon seit Jahren Vorgaben, welcher Behandlungszeitraum unter den Gesichtspunkten „medizinisch notwendig und sinnvoll“ aber auch „wirtschaftlich“ eingehalten werden sollte.

Bei unseren geriatrischen Patienten spielen aber auch andere Sachverhalte eine entscheidende Rolle. Die drohende Pflegebedürftigkeit und –abhängigkeit nimmt uns in die Pflicht, bereits in den ersten Tagen des stationären Aufenthalts an die „Zeit danach“ zu denken.

Wir versorgen unsere Patienten primär mit Blick auf deren körperliche und soziale Ressourcen. Der Blick auf die Zeit nach der Entlassung und den dann notwendigen Bedarf an familiärer oder fremder Hilfe geht uns so zu keinem Zeitpunkt verloren. Dies ist auch der Grund, warum die Arbeit mit den Angehörigen so eine entscheidende Rolle spielt. Die geriatrische Behandlung sollte also stets heimatnah erfolgen und nicht wie zum Beispiel bei der Rehabilitation des Erwerbstätigen an einem erholsamen und attraktiven Standort, der mehrere Autostunden weit weg sein kann.

Erfreulicherweise bieten wir im Landkreis Main-Spessart beides an: Eine heimatnahe und hochprofessionelle fachspezifische Behandlung an einem Standort, der zudem von Erholungswert und Attraktivität gekennzeichnet ist.

Es besteht eine gute Zusammenarbeit mit dem unter einem Dach befindlichen Kreisseniorenheim des Klinikums Main-Spessart, aber auch mit den anderen Alten-, Pflege- und Seniorenheimen sowie den zahlreichen mobilen Pflegediensten der Umgebung. Auch verfügen wir bei Bedarf über gewachsene Strukturen im Hinblick auf Hospiz- oder Palliativversorgung.

Tatsächlich wird der überwiegend größte Teil unserer Patienten wieder nach Hause entlassen, sei es eigenständig oder unter Zuhilfenahme familiärer oder professioneller Unterstützung. Hierbei sind wir für die Verordnung der erforderlichen Hilfsmittel (z. B. Rollstuhl, Rollator) verantwortlich und beraten gerne über weitere Hilfestellungen wie etwa Pflegestufe oder Pflegegeld.

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