Was ist Geriatrie
Griechisch: geros - alter Mensch, iatros - arzt
Die Geriatrie ist der Zweig der Medizin, der sich mit der Diagnose und Therapie von Krankheiten der älteren Menschen befasst. In der Geriatrie werden ältere Patienten im Rahmen eines umfassenden Behandlungsansatzes versorgt.
Die geriatrische Behandlung umfasst die körperlichen, funktionellen, geistigen, psychischen und sozialen Aspekte der älteren Menschen. Als Gerontologie oder Alter(n)sforschung bezeichnet man hingegen die Wissenschaft, die sich mit Alterungsvorgängen in all ihren komplexen Inhalten befasst.
Für die 5 Hauptsymptome und Störungen des geriatrischen Patienten sind zwischenzeitlich gute Behandlungskonzepte entwickelt worden:
Wir sprechen von den „geriatric giants“, bekannter als die 5 geriatrischen „I“:
- die Einschränkung in Beweglichkeit und Gehfähigkeit – Immobilität
- die Verletzlichkeit und Anfälligkeit des gealterten Organismus – Instabilität
- die Störungen von Blasen- und Mastdarmfunktin – Inkontinenz
- Einschränkung in Hirnleistung, Denken und Orientierung – Intellektueller Abbau
- die immer wieder beobachteten Probleme, die sich aus der Vielzahl der zu behandelnden Erkrankungen und derer Medikation ergeben – Iatrogene (=arztbezogene) Problematik
An dieser Stelle wird deutlich, dass die Vielfältigkeit der Probleme stets einer individuellen und somit auch ganzheitlichen Beobachtung und Behandlung bedarf.
Im Klinikum Main-Spessart werden unsere Patienten in der Abteilung Akutgeriatrie bereits zu Beginn des stationären Aufenthalts oder sehr rasch im Anschluss an eine operative Primärversorgung einem solchen ganzheitlichen Behandlungskonzept zugeführt.
Im Unterschied hierzu werden in der Geriatrischen Rehabilitation Patienten behandelt, deren akutmedizinische Behandlung größtenteils bereits in anderen Fachabteilungen abgeschlossen ist und bei denen der Bedarf an rehabilitativer Medizin gegenüber den akuten medizinischen Problemen in den Vordergrund getreten ist.